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Zahnarztbericht
 
Dr._Koch    Prof._Dr._Kamm

Dr. Christian Koch


Die moderne Zahnheilkunde entwickelt sich immer mehr von der Zahnersatz- zur Zahnerhaltungsmedizin. Zusammen mit Prophylaxe und substanzschonender Behandlung bietet das Dentozongerät beste Möglichkeiten, Zahnerhaltung durch Bekämpfung aller mikrobieller Keime zu erreichen.
Bei dieser Methode werden Ober- und Unterkiefer in der Vorsorgebehandlung abwechselnd mit dem Mundstück aus Silikon jeweils ca. 10 Minuten behandelt. Schmerzbehandlung erfolgt im betroffenen Kiefer mit dem gleichen Applikator, allerdings mit längerer Behandlungszeit (empfehlenswert ca. 30 Minuten).
Hier wird Aktiv-Sauerstoff, ein hervorragend desinfizierendes Gas, über einen Zuleitungsschlauch dem auf dem behandelten Kiefer sitzenden Applikator zugeführt und über einen zweiten Schlauch entsorgt. Das weiche Mundstück liegt dem Zahnfleisch dicht auf und trennt so die Aktiv-Sauerstoff-Atomsphäre vom Rest der Mundhöhle ab. Die Absaugpumpe setzt alle 2 Sekunden für 0,3 Sekunden aus. Durch diesen gesteigerten Druck kann Aktiv-Sauerstoff besser in schwer zugängliche Bereiche wie Zahnfleischtaschen, Approximalräume, Fissuren und an Kronenränder gelangen. So werden die krankheitsauslösenden Keime vollständig eliminiert. Aufmerksam wurde ich auf Dentozon bei einem Gespräch mit meinem Onkel Günther Koch. Er erzählte mir seine Patientengeschichte von Problemen mit einem Praemolaren. Dieser war dauerschmerzhaft, extrem berührungsempfindlich und stark gelockert. Sein Zahnarzt fertigte ein Röntgenbild an und empfahl die Entfernung des Zahnes, was ich nach einem Blick auf das Bild mehr als nachvollziehen konnte. Insuffizient endodontisch versorgter Zahn, der von einer appikalen Beheerdung umfasst war. Er lehnte jedoch dankend ab, weil ihm bekannt war, dass sein früherer Studienkollege Burghart Krebber das Dentozongerät entwickelt hatte. Mit diesem Gerät behandelte er sich mehrmals ausführlich selbst und der Zahn ist nach wie vor an seinem angestammten Platz. Schmerzfrei und fest! In dem Jahr mit dem neuen Dentozongerät in der Behandlung meiner Patienten konnte ich durchgehend sehr positive Erfahrungen machen.
Äußerst erfreulich ist die Erfahrung bei schon im Röntgenbild erkennbarer pulpennaher Karies. Die beim exkavieren eröffnete Pulpa wurde sofort mit 3 Behandlungszyklen à 9 Minuten mit Dentozon behandelt. Anschließend wurde die Pulpenwunde mit Calcimol abgedeckt und eine Kompositfüllung in kleinen Schichten angefertigt um Schrumpfungsstress, der bei zu großen Kompositportionen entstehen kann, zu vermeiden.
Diese Vorgehensweise war bei allen 5 Fällen erfolgreich. Abgesehen von gesteigerter Kälteempfindlichkeit in einem Fall war die Behandlung völlig komplikationsfrei. Die zu früheren Zeiten erforderlich endodontische Therapie, die immer mit Risiken behaftet ist, konnte vermieden werden, was gerade bei geplanter prothetischer Folgebehandlung von großem Vorteil ist. Für mich, der Wurzelbehandlungen an oberen Molaren nicht als freudige Herausforderung empfindet (dazu wäre es in manchen Fällen der eröffneten Pulpen gekommen) ist das Dentozongerät eine brilliante Erfindung, was auch meine Patienten sehr wertschätzen.
In Fällen beginnender Parodontitis konnte die immer wiederkehrende Gingivablutung und Geruchsauffälligkeit gestoppt werden. Meiner Meinung nach ist hier mit Dentozon bei regelmäßigem Recall die Heilung von Parodontitis zu erreichen.
Durch den Einsatz des Dentozongeräts konnte in mehreren Fällen bei Patienten mit apikaler Parodontitis an Zähnen mit insuffizienten Wurzelfüllen und Dauerschmerz Aktiv-Sauerstoff diffundiert werden. Hierbei gelangt es durch Gingiva und Kieferknochen zum Entzündungsherd. Die Aufbißempfindlichkeit konnte beseitigt werden. Die erforderliche Behandlungszeit beträgt hier mindestens drei Behandlungszyklen (ca. 30 Minuten). Die ansonsten erforderlich Wurzelspitzenresektion, oder gar der Verlust des beheerdeten Zahnes blieb dem Patienten erspart. Inwiefern eine knöcherne Ausheilung zustande kommt bleibt abzuwarten. Unklare Schmerzen, auch radiologisch unauffälliger überkronter Zähne, waren nach der Aktiv-Sauerstoff-Therapie von mehreren Behandlungszyklen verschwunden. Die ansonsten eventuell nötige Zerstörung der Kronen konnte vermieden werden. Ein stark schmerzhafter Zahn mit gangränöser Pulpa, wie es sich bei der Endo herausstellte, blieb auch nach der Dentozonbehandlung schmerzhaft. Dieses führe ich auf eine zu geringe Behandlungszeit zurück, da es mein zweiter Aktiv-Sauerstoff-Patient war und ich das Geräte nur 9 Minuten pro Sitzung einsetzte.
Zur Prophylaxe beschränkt man sich nicht auf Keimreduzierung mittels Air Flow o. ä. und Zahnsteinentfernung sondern eliminiert krankheitserregende Keime annähernd vollständig. Da Bakterien und andere Krankheitserreger immer wieder von Außen in die Mundhöhle zurückkehren ist die Aktiv-Sauerstoff-Behandlung halbjährig mit Recall zu empfehlen!
Beim Dentozongerät handelt es sich, im Gegensatz zu den meisten Neuentwicklungen der Dentalindustrie, nicht nur um eine geringfügige vielumworbene Erleichterung einzelner Behandlungsschritte. Mit diesem Gerät lässt sich die bisherige Behandlungsstrategie an vielen Stellen zu Gunsten der Patienten verbessern!

Dr. Christian Koch



Prof. Dr. Karsten Kamm

Ozon – ein unverzichtbarer Bestandteil unserer zahnärztlichen Therapie

Schon seit vielen Jahrzehnten beschäftigen sich Wissenschaftler mit der desinfizierenden und keimtötenden Wirkung von hochkonzentriertem
Aktiv-Sauerstoff. Dieser streckt sich nicht nur auf Bakterien, sondern ebenfalls auf Viren und Sporenpilze. Wir verwenden die Aktiv-Sauerstoff-Therapie seit ca. 1 Jahr in unserer Praxis.

Die Anwendung ist unkompliziert, erfordert wenig Zeit und stellt deshalb eine kostengünstige
Alternative zu anderen Verfahren wie z.B. der Lasersterilisation dar. Unsere Indikationsbereiche waren:

  1.  orale Schleimhautaffektikon unterschiedlicher Atiologie (Aphthen, oberflächige Verletzungen), Endodontie (Wurzelbehandlung)
  2. Durch Zahnersatz bedingte ulzerierende Dekubitusläsionen
  3. Chronische rezivierende Aphten
  4. Orale und labiale Herpesläsionen
  5. Nachbehandlung chirurgischer Wunden am Operationstag sowie 1 Tag und 1 Woche später
  6. Einsatz während der Parodontitistherapie
  7. Periimplantitistherapie

Weitere mögliche Anwendungsbereiche:
Fissuren-Applikationen im Schmelzbereich (Minimierung oder sogar eine Beseitigung der kariesaktiven Mikroorganismen)

Von allen Patienten kam eine schnelle, positive Rückmeldung von einer Besserung ihrer Beschwerden.

In der Literatur findet man Angaben, dass gerade die Anaerobier, also die Parodontopathogen Keime, besonders sensibel auf
Aktiv-Sauerstoff reagieren. Diese Anaerobier reagieren kaum auf die konventionelle Antibiotikatherapie.
(Burleson et.al 1975, Restaino et.al 1995)
Aktiv-Sauerstoff kennt keine Resistenzen, wirkt auch viruzid und fungizid (Rilling und Viebahn 1986).

Die
Aktiv-Sauerstoff-Behandlung bewirkt eine sekundäre biologisch interessante Wirkung: Einer Induktion der Bildung von Zytokinen und von Wachstumsfaktoren, einer Verbesserung der Mikrozirkulation und einer Förderung der Epithelregeneration. (Filipi 1979, 2000, Bocci 2004, 2005) Diese Effekte lassen sich schon nach kurzer Zeit im parodontalgeschädigten Gewebe erkennen und gehen weit über die bakterizide Wirkung hinaus. Aktiv-Sauerstoff ist somit in der Lage, die Parodontitistherapie auf schonende und wirkungsvolle Art effektiv zu unterstützen.

Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet, welches auch häufig benutzt würde, ist die Endodontie. Dabei wirkt auch hier wieder
Aktiv-Sauerstoff unterstützend durch den bakteriziden Effekt. Nach lege artis Aufbereitung eines Wurzelkanals und Spülungen mit diversen Spüllösungen (NaoCl, CHX, EDTA, Zitronensäure…) kommt bei uns Aktiv-Sauerstoff zum Einsatz. Durch die Aufbereitung und Spüllösung ist die Smear-Layer entfernt worden und so bietet sich dem Aktiv-Sauerstoff eine bessere Möglichkeit, auch in die kleinsten Dentinkanälchen einzudrängen, um dort verbleibende Keime zu eliminieren. Eine Steigerung des bakteriziden Effektes von Aktiv-Sauerstoff stellt die Spülung mit H2O2 dar. (Sommer et.al 2004)

Eine weitere Indikation stellt die Periimplantitisbehandlung dar. Auch hier wird
Aktiv-Sauerstoff nicht als alleinige Therapie, sondern als unterstützende Maßnahme eingesetzt.

Nach Aufklappung, ausführlicher Reinigung inklusive Pulverstrahlgeräten wird die Implantatoberfläche sowie die Knochenoberfläche mit
Aktiv-Sauerstoff behandelt. Ein bzw. zwei Tage später erfolgt ohne Aufklappung eine erneute Aktiv-Sauerstoff-Behandlung. In diesem Bereich sind die Langzeitergebnisse mit Spannung zu erwarten. Die lokale Aktiv-Sauerstoff-Therapie kann eine Therapie sein, die in der Lage ist, Prozesse bereits während der Entwicklung einzugrenzen ohne einen limitierten Effekt auf das orale Gewebe (körpereigene Zellen schützen sich).

Zusätzlich zeigt
Aktiv-Sauerstoff einen positiven therapeutischen Effekt auf die Wundheilung durch Steigerung der lokalen Durchblutung (Zöller et.al 2006).

„In einer klinischen Studie zur Behandlung der Periimplantitis mittels
Ozontherapie zeigte sich bei den mikrobiologischen Ergebnissen eine deutliche Keimsredaktion und 90 der getesteten Keime. Radiologisch zeigte sich nach 3 Monaten bei 23 von 27 Implantaten kein weiterer implantärer Knochenverlust.“ (Zöller et.al 2006)

Einschätzung nach unserer Kurzzeitbeobachtung mit dem Dentozongerät stellten wir abschließend fest, dass dieses Gerät seine berechtigten Indikationen in der allgemeinen Zahnmedizin hat. Insbesondere in Behandlung von Erkrankungen im Mundbereich, für die es bis dato keine Medikamente gibt, die adäquat und ausreichend heilen (Aphten). Im Fall von Parodontitis kann die
Aktiv-Sauerstoff-Therapie Teil der Parodontitisbehandlung sein. Wir stellten nach lokaler Anwendung einen Rückgang der Entzündungen und eine beschleunigte Heilung des parodontalen Gewebes und der Mundschleimhaut fest.

Die Langzeitergebnisse im Bereich der Periimplantitis sind noch abzuwarten. Die Erfolge im Bereich der Endodontie kann man nicht genau zwischen den einzelnen Therapiemaßnahmen unterscheiden, da bei uns
Aktiv-Sauerstoff nie als einzelne Behandlung zustande kam, sondern immer in Kombinationen mit einer lege artis Wurzelbehandlung sowie diversen Spüllösungen (CAX, Natriumhypochlorit, EDTA, Zitronensäure).

Dr. Karsten Kamm

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